Die weiße Eule

Die "Weisse Eule" ist ein spezielles schamanisches Ritual, in welchem durch rituelles Anziehen einer Geistkleidung der alltägliche Mensch zurücktritt und dem mitfühlend-helfenden nichtalltäglichen Geistwesen die Führung überlässt.

Fragmente unserer alpinen Tradition im Umgang mit Geistern flossen in die Entstehung dieses Rituals mit ein. Es ist geprägt durch eine zehnjährige, persönliche Entwicklung und der Auseinandersetzung mit den uns durchwebenden Kräften.

Die "Weisse Eule" kann dort stattfinden, wo danach gefragt wird.

An diesen Tagen werde ich wiederum hinter meinen Geistzwilling zurücktreten und ihm die Gestaltung des Tages überlassen. Dies geschieht mittels rituellen, schrittweisen Anziehens von Schamanengewand, Kopfputz, Augenvorhang und schließlich durch das Tragen der Gesichts-Maske, welche am stärksten meinen Geistzwilling repräsentiert.

Die Anwesenden unterstützen diesen Vorgang durch Trommeln, Rasseln und Singen oder auch einfach durch das aufmerksame Hier-Sein.

Der Zweck eines solchen Tages ist in erster Linie Stärkung der Selbstheilungskräfte und Rat, welche die Anwesenden auf Grund ihrer laut bekundeten oder stillen Bitten erlangen möchten. Anwesende müssen damit rechnen, dass mein Geistzwilling ihnen Rat oder Zuwendung zu gute kommen lassen wird, ohne dass sie danach gebeten oder dies erwartet haben. Solche Zuwendung geschieht in aller Regel ganz offen vor allen Anwesenden. Anwesende geben mit ihrer Anwesenheit stillschweigend zu verstehen, dass ihnen das bewusst ist und es so für sie in Ordnung ist.

Die Erfahrung, welche ich in Tuva im Jahre 2001 und nun auch mit dem Ritual gemacht habe, zeigt, dass solches öffentliches Schamanisieren für alle Anwesenden hilf- und heilsam sein kann, auch wenn die Einzelnen vielleicht nicht direkt im Kontakt mit meinem Geistzwilling sein werden.

Der Zustand, in welchem ich mich als Adrian befinden werde, zeigt sich in einem weitgehenden Zurücktreten meiner Persönlichkeit der alltäglichen Wirklichkeit zugunsten meiner Persönlichkeit der nichtalltäglichen Wirklichkeit. Es ist jedoch kein Volltrance-Zustand. Hilfreich dabei ist, einen Assistenten zu haben. Diesen habe ich in Sabrina und Marcel Dengel glücklicherweise wiederum gefunden, so dass ich mich dieser Aufgabe meiner Geister getrost hingeben kann.

Mitbringen

Decke, Trommel, Rasseln, etwas zu Essen und zu Trinken (Leitungs-Wasser und Tee/Kaffee vorhanden). Die mitgebrachten Esswaren werden auf einen Tisch gestellt, alle Anwesenden dürfen von allem Essen und Trinken. Bitte keinen Alkohol etc. mitbringen!

Das Ritual selber kann dauern, Essen und Trinken ist ein Teil davon.

Verhaltensregeln

Es ist freies Kommen und Gehen erlaubt, den möglichen Anweisungen von Sabrina Dengel muss Folge geleistet werden. In gewissen Phasen kann der Zutritt zum Raum verwehrt werden, der Austritt ist immer gewährt und jederzeit möglich. Während der Kernelemente des Rituals sollen laute Gespräche vermieden werden, außer die Anweisung lautet anders.

Buchempfehlung - Die weisse Eule - Adrian Osswald